A1 - Löcher stopfen im Akkord

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Schleswig-Holstein NORD/WEST

Dipl. Ing. Thorsten Kaminsky

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thorsten.kaminsky
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Bad Oldesloe - 240 Schlaglöcher, 28 Tonnen Guss- Asphalt, 20 Stunden Zeit – das sind die Eckdaten einer Reparatur auf der A 1. Sie wurde genau im Zeitplan erledigt.

Sie haben nicht gekleckert. Sie haben geklotzt. Und wie. 26 Straßenbauarbeiter der Firmen Röbau und becker bau haben sich 20 Stunden lang mächtig ins Zeug gelegt, um dringende Sanierungsarbeiten auf der A 1 zwischen dem Kreuz Bargteheide und Bad Oldesloe in der vorgegebenen Zeit zu erledigen. Pünktlich um 17 Uhr stand am Sonnabend die Sperrung der Fahrtrichtung Lübeck am Kreuz Bargteheide. Die Baufahrzeuge rollten auf die marode Piste. Die ganze Nacht über machten die Männer ihren Knochenjob. Sie frästen mit riesigen Trennschleifern die kaputten Stellen auf, stemmten den brüchigen Beton aus der Fahrbahn und füllten die entstandenen Löcher dann wieder mit 225 Grad heißem Guss-Asphalt. Sprachen die Verantwortlichen am Freitag noch von etwa 120 Stellen, die ausgebessert werden sollten, so zählten sie am Sonntagmittag über 240 solcher, zumeist weniger als einen halben Quadratmeter großen Löcher. Etwas mehr als 28 Tonnen Guss-Asphalt verarbeiteten die vier Kolonnen, die für ihre schweißtreibende Arbeit nur bis Sonntag, 14 Uhr, Zeit hatten.

Es war kurz vor 14 Uhr, als der Besenwagen als letztes Baufahrzeug die Fahrbahn verlassen hatte. Um 14.02 Uhr konnte die Vollsperrung der Richtungsfahrbahn Norden wieder aufgehoben werden. „Sicherlich haben wir vom guten Wetter profitieren können“, sagte Jens Sommerburg, Leiter der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH). Sommerburg , der mit seiner Frau die LBV-Mitarbeiter nach einer anstrengenden Nachtschicht mit Kaffee und Brötchen versorgte, begutachtete später die Arbeiten und verschaffte sich auch einen Überblick über weitere Schäden an der Fahrbahn. Man werde sich Gedanken machen, wann und in welcher Form die jetzt genutzten Fahrstreifen saniert werden können und müssen. Eigentlich ist eine Sanierung dafür erst 2022 vorgesehen.

Jörg Becker, Leiter der Autobahnmeisterei Bad Oldesloe, und Jens Sommerburg lobten am Ende der Baumaßnahmen die gute Zusammenarbeit mit den beiden Firmen. „Die Unternehmen hatten kaum Vorlauf, denn die Schäden traten erst am Donnerstag auf. Es war ein tolle und gute Zusammenarbeit. Was hier geleistet wurde, ist klasse“, sagte Becker.

Wie es mit der fertigen Betonpiste weitergeht, die wegen baulicher Mängel bis heute nicht für den Verkehr freigegeben ist, wird sich erst zeigen, wenn am Ende des Monats das Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen vorliegt. Es gilt als wahrscheinlich, dass der ganze Beton wieder hochgenommen werden muss.