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Bilder: Christoph Koopmeiners |
Autofahrer, die auf der A 29 zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg-Nord unterwegs sind, müssen wegen der Baustellen derzeit ein paar Minuten mehr einplanen als üblich. Auf der 50 Kilometer langen Strecke, die von der Autobahnmeisterei Varel betreut wird, werden bis zum 27. Oktober 160 Betonplatten ganz oder teilweise erneuert.
Bis zum 15. November werden dann noch mit Wanderbaustellen die neuen Betonplatten verfugt. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf 500.000 Euro.
„In dieser Woche gibt es die meisten Baustellen, nämlich neun“, sagt Thomas Weihrauch, der Leiter der Autobahnmeisterei. Die Baustellen sind bis zu drei Kilometer lang. Erfreulich dafür die kommende Woche: Dann wird es keine Baustelle geben. Grund sei einerseits das lange Wochenende mit dem Feiertag, dann werden viele Kurzurlauber erwartet. Andererseits gebe es Kapazitätsprobleme bei der Baufirma.
Die Besonderheit bei dieser Sanierung auf der A 29 ist nach Angaben von Weihrauch, dass die Fahrzeuge in der Baustelle nur 40 Stundenkilometer fahren dürfen. Ein Messgerät zeigt den Autofahrern ihr Tempo an. „Wir haben mit der Polizei, der Berufsgenossenschaft und Verkehrsbehörde einen Kompromiss vereinbart“, erklärt Weihrauch. „Tempo 40 kommt vielen Autofahrern vielleicht übertrieben vor, doch es geht um die Sicherheit am Arbeitsplatz.“
Wenn die Bauarbeiter Betonplatten auf dem Hauptfahrstreifen austauschen, benötigten sie auch Platz zum Arbeiten auf der Überholspur. Deshalb sei diese nur 2,5 Meter breit. Mehr als Tempo 40 sei deshalb für Bauarbeiter und Autofahrer zu gefährlich. Auf der A 29 von Wilhelmshaven bis Rastede sind täglich bis zu 32.000 Fahrzeuge unterwegs.
Jetzt während der Bauzeit klingelt bei Thomas Weihrauch in der Autobahnmeisterei das Telefon öfter als sonst. „Es rufen viele Autofahrer an und ärgern sich über Tempo 40 in den Baustellen, weil man auf der A 1 und A 7 60 Stundenkilometer fahren darf. Doch wenn ich ihnen erkläre, unter welchen Bedingungen die Bauarbeiter auf der Autobahn arbeiten müssen und das ihre Sicherheit höchste Priorität hat, zeigen die Anrufer in der Regel Verständnis.“
Die Autobahnmeisterei kontrolliert regelmäßig die Betonplatten. Einmal im Jahr steht eine größere Sanierung an. „Die Häufigkeit der Reparaturen nimmt mit dem Alter der Betonplatten zu“, erklärt Weihrauch. Das größte Problem seien die Fugen, die alle fünf Jahre komplett ausgetauscht würden. Wenn eine Fuge schadhaft sei, laufe Wasser rein, das im Winter gefriert und zwangsläufig Probleme bereite.
Wenn eine Baustelle auf der Autobahn eingerichtet ist, wird die 4,25 Meter breite und fünf Meter lange Betonplatte ausgesägt, um die Dübel und Anker zu lösen. Der 23 Zentimeter dicke Beton wird herausgestemmt und das mit einer Folie unterlegte Loch neu ausgegossen. Damit der Beton aushärten kann, werden die Baustellen auch über Nacht aufrechterhalten. |
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